Leben

Binge watching in Coronazeiten

Das sogenannte normale Leben ist fast wieder voll im Gange. Restaurants haben geöffnet, ebenso Fitnessstudios, Spielplätze und Zoos. Gottesdienste dürfen wieder in Kirchen gefeiert werden und in den Innenstädten ist Shoppen schon längst wieder erlaubt. Während wir also draußen wieder unserem vermeintlich alltäglichen Leben nachgehen, gibt es immer neue Nachrichten über sogenannte Superspreader, welche die Cornapandemie antreiben. Eine zweite Welle wird für den Herbst erwartet.

Solange es keinen wirksamen Schutz in Form eines Impfstoffes gibt, ist die Gefahr durch Sars-CoV-2 nicht gebannt und auch wenn wir diese “neue Normalität” durchaus genießen können, sollten wir nicht vergessen, dass wir uns schützen können – indem wir weiterhin Zuhause bleiben. Zum Glück gibt es Netflix, Amazon Prime sowie Disney+ und wir können aus einer Flut von Serien und Filmen wählen um sie allein oder mit unseren Liebsten anzusehen.

Hier eine kleine Auswahl unserer aktuellen Favoriten:

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Community (2009–2015)

In der Comedy-Serie gründet der ehemalige Anwalt Jeff Winger eine Lerngruppe am Greendale Community College um so schnell wie möglich seinen Collegeabschluss nachzuholen um wieder als Anwalt praktizieren zu können. Die scheinbar zufällig entstehende Lerngruppe erweist sich als durchaus divers: Hier treffen der Rentner Pierce, die Aktivistin Britta, die frisch von ihrem Mann getrennte Mutter Shirley, der Seriennerd Abed, das Nesthäkchen Annie sowie der frühere Football-Spieler Troy aufeinander. Während die Serie die Lerngruppe sowohl in- als auch außerhalb der Seminare begleitet, verwickeln sich die Gruppenteilnehmer ständig in Grundsatzdiskussionen. Aufgelockert werden die Staffeln durch Episoden, die herrlich absurd sind und merken lassen, dass die Autoren sich selbst und das Serien-Genre nicht zu ernst nehmen

Die insgesamt 110 Folgen laufen auf Netflix und dauern jeweils rd. 22 Minuten. Unbedingt im OT gucken, da in der deutschen Übersetzung viele Gags und Witze untergehen.

The Good Fight (2017– )

Im Spin-Off zur Serie „The Good Wife“ zerstört ein Finanzskandal den Ruf der frisch gebackenen Anwältin Maia, der Patentochter von Diane Lockhart. Durch den Skandal ist Diane pleite und anstatt in den Ruhestand zu gehen, wechseln sie und Maia zu der Kanzlei Reddick, Boseman & Kolstad. Dabei dient die (nicht nur cis-)frauenzentrierte Serie als Kommentar zum gegenwärtigen politischen Klima in den USA und thematisiert Themen, die vom institutionellen Rassismus bis hin zu Trumps Wahl reichen.

Die ersten drei Staffeln gibt es bei Amazon Prime, in den USA läuft aktuell die vierte Staffel und eine fünfte Staffel wurde bestellt. Wir dürfen uns also auf aktuell 50 Folgen kluge und durchsetzungsstarke Frauen freuen!

Dark (2017– )

In der ersten deutschen Netflix-Serie stehen vier typisch deutsche Kleinstadtfamilien im Mittelpunkt. Das mysteriöse Verschwinden von zwei Kindern reißt die heile Welt dieser Familien aus den Fugen und offenbart einen Blick auf die gut gehüteten dunklen Familiengeheimnisse. Dabei reichen die Ermittlungen bis ins Jahr 1986 zurück und zeigen, wie die vier Familien miteinander verbunden sind.

Die ersten zwei Staffeln der Serie gibt es auf Netflix, die dritte Staffel wird ab Ende Juni gestreamt. 26 Folgen á 42 Minuten sorgen für Rätselraten, leichtes Gruseln und einige überraschende Plottwists! Definitiv nichts für “nebenbei gucken”.

I am not okay with this (2020)

Die Netflix-Original Serie basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Charles Forsman, der auch schon für die Vorlage zu The End of the fucking World verantwortlich war. I am not okay with this erzählt die Geschichte der jungen Schülerin Sydney, die plötzlich telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Diese Fähigkeiten, die Familienprobleme und die Pubertät überfordern sie reichlich und sorgen für zahlreiche Verwicklungen.

Die erste Staffel kommt auf 7 je 60 Minuten lange Folgen. Zwar gibt es noch keine zweite Staffel, allerdings gehe ich fest davon aus, dass es sie geben wird.

Sex Education (2019 – )

Der sowohl junge als auch jungfräuliche Otis Milburn hat das schwere Los gezogen, dass seine Mutter als Sextherapeutin arbeitet – im heimischen Büro. Allerdings erlangt er so einiges an wertvolles Wissen rund um dasjenige Sexualwissen, welches in der Schule gerade nicht gelehrt wird. Dieses Wissen teilt er zusammen mit der Außenseiterin Maeve gegen Bezahlung mit seinen Schulkameraden. Dabei wird diese Serie nie albern und die Probleme der Protagonisten werden stets ernst genommen, ohne zu verurteilen.

Bislang gibt es zwei Staffeln auf Netflix, die insgesamt auf 24 Episoden mit einer durchschnittlichen Dauer von 58 Minuten kommen. 2021 kommt die dritte Staffel!

Dr. Who

“Der Doctor” ist ein Außerirdischer vom Planeten Gallifrey, der mit seinen menschlichen Begleitern böse Aliens und andere Gefahren bekämpft. Sein Raumschiff, die Tardis, sieht aus wie eine alte englische Telefonzelle (“It’s bigger on the inside!”) und reist seit den 60er Jahren sowohl durchs All, als auch durch die Zeit.

Die Neuauflage startete 2005 und bringt es mittlerweile auf satte 172 Episoden und überzeugt u.a. durch: David Tennant, Peter Capaldi und Jodie Whittaker. Selbst wer keine Lust darauf hat, sich alle Folgen anzusehen, lege ich dringend die Folge Vincent and the Doctor (5. Staffel, Folge 10) ans Herz.

SCHLEFAZ (2013 – )

Zum Schreien schlechte Filme, interessante Cocktails und die Kommentierung von Oliver Kalkofe und Peter Rütten sorgen für den perfekten TV-Abend. “Pudelnackt in Oberbayern”, “Spice-World” oder Sharknado 1–6, es gibt genügend freiwillig urkomische Streifen, um sich einen amüsanten Abend inklusive Trinkspiel zu machen.

Seit 2013 präsentieren das Duo Kalkofe und Rütten ihre Filmsatire und so kann man sich über 110 miserable B-Movies freuen (und über 110 teils abscheuliche Cocktails!).

Was ist Eure Wahl?

Mit welchen Filmen/Serien habt ihr die bisherigen Coronatage verbracht? Was sind eure liebsten Serien zum Binge-watching oder welche Serien könnt ihr überhaupt nicht weiterempfehlen?

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